17. Januar 2006

Das Phrasikon nach Kathrin und FrauFeli

Sooo, jetzt muß hier noch was ganz wichtiges rein: das heiß und innig geliebte Phrasikon! Ein Lexikon, welches die Lieblingskathrin (welche sich hoffentlich bald mal dazu überwinden wird, ihren Blog ins Netz zu stellen und nicht nur immer drüber zu reden ! ;) )und ich erdacht, weil wir der Meinung waren, dass endlich mal all die sinnlosen, inflationär gebrauchten Worthülsen (schon wieder eine!) gesammelt werden müßten. Sehr dazu gezählt haben wir auch abgedroschene Redewendungen, die mit Vorliebe in eher wenig ambitionierten Zeitungsartikeln zu finden sind. Abrupt aufgehört haben wir damit, als eine der Berliner Tageszeitungen (Die Berliner Zeitung? Der Tagesspiegel? Wir wissen es leider nicht mehr. Vielleicht wisst Ihr es ja.) angefangen hat, genau UNSER Lexikon unter anderem Namen aber mit genau den gleichen Redewendungen und genau demselben Ansatz zu veröffentlichen. Pah. Frech. Wir haben wirklich angefangen, zu überlegen, wer in unserem Freundeskreis da geplaudert haben könnte. Is ja langweilich, wenn die anderen imma schnella sind wie man selber, wa?? Ich glaube, man sollte hier noch eine Art Haftungsausschluß integrieren. Wir sind nämlich schon kritisiert worden, dass man sich da ja gar nicht mehr trauen könnte, überhaupt noch was zu sagen.(Nach so viel Lästereien!) Das haben wir auch irgendwann gemerkt, man fängt an, sich zu beobachten: Was rede ich denn eigentlich ? Und schließlich fühlt man sich beobachtet- wie schizophren. Wir haben das ja auch nicht als gönnerhafte Belehrung gedacht (ihr seht, eine Rechtfertigung), sondern wir fanden vielmehr interessant, wie wenig wir uns bewußt machen, was wir eigentlich die ganze Zeit reden bzw. wie. Also: Wer sich selbst wieder erkennt, darf uns nicht die Schuld geben! War bei uns nicht anders! Auf jeden Fall sollte stehen zu seinen Phrasen und sie pflegen. Großartig, eine Regel aufzustellen und dann sofort gegen diese zu verstoßen. Es ist auch schon deshalb lustig, weil man an bestimmten Phrasen bestimmte Generationen ablesen kann und viele eben durch den Zeitgeist entstehen und diktiert werden. Und es gibt ebenso abgedroschene Redewendungen, über die haben sich schon Autoren vor 80 Jahren aufgeregt. Weil sie schon damals total flach waren. Wir hatten viel Spaß beim Sammeln und hoffen, dass Ihr nicht nur Spaß beim Lesen sondern auch beim Ergänzen haben werdet! Allerdings kann es passieren, dass ich (nach Rücksprache mit meiner Mitdrescherin!) auch Begriffe wieder rausnehme, wenn sie uns nicht flach genug (!) oder typisch erscheinen. Je grausiger, desto besser.

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