25. August 2006

Der Hunger nach dem Tuch

Das Hungertuch (oder Fastentuch) ist seit dem Mittelalter das Tuch, das in der Fastenzeit den Altarraum vom Kirchenschiff, also von der Gemeinde getrennt hat. Eigentlich war mir der Begriff Fastentuch als alte Kunsthistorikernase auch schon bekannt, aber der Zusammenhang entfallen. Das ist echt interessant, weil "am Hungertuch nagen" in mystischem Sinn zu verstehen ist. Gott entzieht sich in der Fastenzeit den Gläubigen, die dann ihre Sünden bereuen sollen und dies drückt sich in dem Tuch aus, das sie vom Allerheiligsten trennt.
Die Gläubigen nagen in der Osterzeit also seelisch am Hungertuch. Luther war das dann wieder zu nah an Reliquien, daher hauptsächlich katholisch. Ganz klar ist der Artikel da nich, aber naja. Das Fastentuch wird im Volksmund auch "Schmachtlappen" genannt. Genial, oder?
Sagt Wikipedia. Und sagt Frau Feli.

1 Kommentar:

  1. Frau Feli, langsam muss ich protestieren: in deinem Blog geht's zu wie im Altersheim. Ich als Internettante lasse mich im Büro regelmäßig dazu herab, wörtlich zu sagen "Das Internet ist ein zeitnahes Medium", so langsam muss ich dir das hier auch unter die Nase reiben. Also: auf zu neuen Einträgen, endlich mal!

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