30. Oktober 2007

Aber Herr Direktor, ich bin doch nur ein Abenteuer für Sie !


Link: sevenload.com

Gestern ist traurigerweise die wunderbare Evelyn Hamann gestorben, eine der lebhaftesten
Interpretatorinnen der wahren Seele der Deutschen. Ich liebe Loriot, und ich liebe Evelyn Hamann. Sie hat uns gezeigt, wie stoisch und störrisch wir durch unser Leben stolpern, immer
auf der Suche nach denselben Fehlern. Und dabei hat sie uns bewiesen, als wie viel einfacher dieses Leben sich herausstellt, wenn wir etwas Selbstironie aufbringen und zumindest hinterher über uns lachen können. 
Mich hat immer begeistert, mit was für einer Ernsthaftigkeit die beiden haben uns glaubhaft machen können, dass die Menschen die sie verkörpert haben, vollkommen von ihrem Tun überzeugt waren. Und gerade Evelyn Hamann war eine Schauspielerin, die so völlig in ihren Rollen aufgehen konnte, dass man sie mitunter kaum wieder erkannte. Das lag natürlich auch an geschickter Maske, aber trotzdem zeigte sie uns meisterhaft, dass es eigentlich die kleinen Ticks und Eigenheiten sind, die einen Charakter unverwechselbar und liebenswert machen. Und das ist das, was mich an ihr am meisten beeindruckt hat: Dass sie es verstand, an jeder ihrer Figuren sympathische ebenso wie unsympathische oder versponnene Seiten hervorzuheben und uns uns selbst wiedererkennen liess. Farewell, Evelyn! 

An dieser Stelle einer meiner Lieblings- Sketche (der Filmgeschichte!) mit Evelyn Hamann und Loriot: "Liebe im Büro".

Kommentare:

  1. hihi, sehr lustig. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Sketche für die kommenden Generationen völlig unverständlich sind, weil die Verschrobenheit der beiden (bereits jetzt) so unzeitgemäß ist.

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  2. Für die Ewigkeit!!!

    ...gibt es überhaupt jemanden der dies ernsthaft NICHT witzig findet?

    Frau Feli im Büro,hehe!!!

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