5. November 2007

Kennen Sie Elfen persönlich?

Ich bin ein großer Fan von Island.

Weil es dort eine außergewöhnliche Landschaft gibt, fertig gefüllte Badewannen in freier Natur (naja, Geysire und - wie ich soeben gelesen habe - tatsächlich massenhaft Thermalbäder unter freiem Himmel!) (Ha!), tolle Musiker (Björk), tolle Schriftsteller (Halldór Laxness) (z.B.) und tolles Essen (Fisch in rauhen Mengen). Wenn man sich dann mal die sauer eingelegten Schafhoden wegdenkt.

Bezogen auf die Einwohnerzahl von Island müssen verhältnismäßig viele Isländer Künstler sein, denn die Leute da treten sich ja nun nicht gerade gegenseitig auf die Füsse. Sie haben 2006 die 300.000er Grenze überschritten. Da hat ja Schleswig-Holstein mehr Einwohner.

Anthropologen und Biologen schreien Hurra wenn sie Island hören, weil die Isländer über Jahrhunderte nur untereinander geheiratet haben, und ihre Gene daher eine so ursprüngliche Struktur besitzen, dass man an ihnen gut die Entwicklung von Erbkrankheiten usw. untersuchen kann. Und Pferdezüchter schreien auch Hurra, aus dem gleichen Grund, aber auf Island-Pferde bezogen. Leider ist es auch entsetzlich teuer und sehr weit weg, (was es ja noch reizvoller macht) weshalb ich noch nicht da war. Und insgesamt gelten die Isländer als sehr nett und ein bisschen verschroben. So viel ich weiß.

Und es gibt Elfen.

Was wohl ein Grund ist, weshalb man die Isländer allgemein für sehr nett und ein bisschen veschroben hält. Ich finde es, im Sinne der Verschrobenheit, sehr liebenswert, dass die isländische Regierung eine Beauftragte ernannt hat, die allein für Elfen zuständig ist. Obwohl das schon wirklich ziemlich verschroben ist. Die Isländer verstehen auf dem Gebiet wohl auch gar nicht so viel Spaß und nehmen das mit den Elfen also eher ernst. Ich habe vor einigen Monaten (Die Zeit, Stimmt's? von Christoph Dröscher. Datum leider momentan verschollen) einen Artikel gelesen, wo es geheißen hat, bestimmte Straßen, die durch Gebiet führen, das traditionell dafür bekannt ist, den Elfen zu gehören, können erst gebaut werden, wenn man entsprechend mit den Elfen verhandelt hat. Ich bekomme dann gleich Assoziationen an den skandinavischen Weihnachtsnisse, dem man ein Schälchen Milch hinstellt, damit er auch im nächsten Jahr das Haus bewacht und Geschenke für die Kinder bringt. *Hust*. Ob das bei Elfen so ähnlich geht?
Tomte, so sein Name in Schweden und Finnland, ist übrigens eine weitere wunderbare Kindheitserinnerung, die noch in meinem Hinterkopf schlummert.

Auf jeden Fall gibt es hier ein Foto, wo man ein Modell einer Sandkiste für Elfenkinder bewundern kann. (!!) Natürlich ist das keine echte Elfensandkiste, denn die sind ja unsichtbar. Ausserdem gibt es zu noch weiteren Fotos aus Island aktuelle Geschichten und Informationen über Island, sehr nett anzusehen.

UND: Der Wikipedia-Eintrag zu Elfen behauptet, die Geschichte mit der Elfenbeauftragten wäre ausgedacht und von einem Deutschen (!) aufgebracht worden! Ts. (Da seh ich gar nicht ein! Da glaub ich jetzt einfach nicht dran. Phhh.)

Kurios ist vor allem daran, dass die Fotostrecke in der "Zeit" genau jene Elfenbeauftragte Erla Stefánsdóttir nennt als Urheberin der Beschreibung dieser Elfenkindersandkiste. Und der Autor schreibt, er hätte sich mit ihr unterhalten. Tsts. Dann müßte die Beauftragte ja mindestens den Autoren angelogen haben. Oder der Autor ist völlig in der isländischen Mythologie aufgegangen. Oder, was ich ja ehrlich gesagt vermute, die Isländer fanden die Idee so gut, dass sie umgehend eine Beauftragte ernannt haben. Der Einfachheit halber gleich die, die auch in dem ursprünglichen Artikel von 1995 genannt wurde. Oder die Wikipedia hat Unrecht. Bäh.

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