10. Januar 2009

Das alte Jahr ist tot, es lebe das neue Jahr!



Oben die Dokumentation einer vorweihnachtlichen Kuchenschlacht. So gut. Wir sind so lange geblieben, dass wir vom Besitzer des Cafés schließlich Sekt ausgegeben bekamen.

Zugenommen oder abgenommen?

Ha. Schon mal einfach zu beantworten: zugenommen. Aber meine Güte. Es könnte schlimmer sein, wird auch wieder abgenommen. Hoffe ich doch mal.

Dazu eine Geschichte (zum neuen Jahr muß es ja auch was extra geben, nich. ) Ich überquerte neulichst (beliebte norddeutsche Wortkonstruktion) mal wieder den Hermannplatz, als ich einer Unterhaltung hinter mir lauschte:

Er zu ihr: Ja, weißt du, ich finds so krass, die hat total zugenommen.
Sie zu ihm: Echt? Boah.
Er zu ihr: Die ist richtig dick geworden, die wiegt bestimmt fünf Kilo mehr oder so! Also unmöglich, die hat sich überhaupt nicht mehr im Griff.
Ich: *schluck*.
Ich hab mich dann lieber nicht umgedreht, weil mein Blick mich *sofort* entlarvt hätte.


Haare länger oder kürzer?

Äh. Uuuhh. Ich glaub, etwas kürzer. Mehr Stufen jedenfalls.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Öh. Ich hoffe, keins von beiden. Ich ignoriere aber Veränderungen immer so lange wie möglich, weil auch nur neue Gläser ja schon eine kostspielige Angelegenheit sind.

Mehr Kohle oder weniger?

Mehr. Glaub ich. Wär schön, wenn ich mehr davon merken würde. Aber ich will mich nicht beschweren, andererseits.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Bestimmt auch mehr. Alleine der ganze Renovierungsschnickschnack für das unten genannte Bett hat mich wieder mehr gekostet, als ich gedacht hätte. Aber dafür besitze ich jetzt das wunderbarste Bett der Welt, selbst abgeschliffen und lasiert in weiß und braun und soo schön.

Der hirnrissigste Plan?

Ein in seine Einzelteile zerlegtes Bett in der U-Bahn transportieren zu wollen. (Was ich klugerweise nach der ersten Fuhre aufgegeben habe.)

Die gefährlichste Unternehmung?

Wahrscheinlich der obige Transport. Oder: Einen übervollen Pappbecher mit Milchkaffee in der einen Hand, unter dem Arm eine Tüte mit Mittagsverköstigung, über dem Arm meine Handtasche, in der anderen Hand die Süßigkeiten für die werten Kollegen (ähm, und mich) sowie einen Apfel irgendwo dazwischen von der Caféteria bei der Arbeit mit dem Fahrstuhl bis in den 10. Stock transportieren zu wollen. Hat aber doch geklappt, mit nur ganz wenig kleckern.

Mehr Sport oder weniger?

Weniger. Dafür mehr schlechtes Gewissen. Ich habe mal Kampfsport gemacht. Irgendwann, in einem anderen Leben fern von hier.

Die teuerste Anschaffung?

Das silberne Wunderding: mein Macbook.

Das leckerste Essen?

Das Abendessen bei der Konfirmation meiner Nichte, gekocht und serviert vom besten italienischen Freund des italienischen Vaters selbiger Nichte in dessen Restaurant. Es gab ganz klassische italienische Küche, Anti pasti, einen Pasta-Gang, Saltimbocca und Putenroulade (bzw das italienische Äquivalent) und Tirami su zum Nachtisch. An sich nicht ausgefallen, aber *sagenhaft gut, geradezu in die Knie zwingend überwältigend gut gekocht*, dass ich nur noch dumpfe Laute des Wohlbefindens von mir geben konnte.

Das beeindruckendste Buch?

Poah. Ihr machts einem aber nicht leicht. Ein sehr tolles, erst kürzlich gelesen: Margret Atwood, Katzenauge. Und weil ich mich nie auf nur ein tolles Buch beschränken könnte und ich viele gelesene Bücher grad nicht im Kopf habe: Carson McCullers, Gesammelte Erzählungen. Isabel Allende, Mein erfundenes Land. Und das ist jetzt Zufall, dass das lauter Bücher von Frauen sind. Hier noch ein Mann: Andrea de Carlo, Guru.

Das enttäuschendste Buch?

Da fällt mir wenig ein, aber zum Beispiel: John Updike, Sucht mein Angesicht. Ich fands langweilig, selbstgefällig, unglaubwürdig, voraussehbar. Kurz: doof.

Der ergreifendste Film?

Hmmm. Ich kann mich zur Zeit sehr für skandinavische Filme begeistern, und wenn sie skurril sind, dann sowieso. Oft jedenfalls. Also: Das jüngste Gewitter, Håkan Angser.

Die beste CD?

Seit es sich eingebürgert hat, Musik über das Internet zu erwerben, kaufe ich leider kaum noch CDs. Und im letzten Jahr auch wenig Musik, weil nicht nur mein alter Computer sich verabschiedete, sondern auch meine 24 Jahre alte Anlage. Aber, so zum Beispiel: Paolo Conte, Paris milonga. Element of Crime, Damals hinterm Mond. Franz Ferdinand, gleichnamiges Album.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

..Arbeit, ..Lesen, ..Freunden. Ähm, und vor dem Computer.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?

Mit Freunden, ..mit Büchern, ..mit meinem Patenkind.

Vorherrschendes Gefühl 2008?

Langsames, of mühseliges und zähes Voranschreiten.

2008 zum ersten Mal getan?

Meine Stiefschwester beim Gebet überrascht.

2008 nach langer Zeit wieder getan?

Schwimmen gewesen, und danach dann gleich wieder lange nicht mehr. Ausrede: Die Schwimmhalle wird zur Zeit renoviert. So richtig in Urlaub gefahren, nach Barcelona.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

1.Immer noch keinen Abschluss zu haben, 2. meinen Kontostand, 3. auf das Gefühl, am falschen Ort zu sein.

Die wichtigste Sache, von der Du jemanden überzeugen wolltest?

Kauf Dir bitte, bitte nicht dieses Kleid. (Es lag am Kleid, aber ganz klar!)

Das schönste Geschenk, das Du jemandem gemacht hast?

Eine Oktoberfestbarbie. Und für mich war das abseitigste Geschenk das ich mindestens in den letzten *zehn Jahren* gemacht habe.

Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat?

Uneingeschränkte Liebe. „Du bist der allerliebste Mensch, den ich kenne.“ Kein Mann. Mein Patenkind.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat?

Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

Der folgenreichste Satz, den Du zu jemandem gesagt hast?

Ich werd versuchen, ob ich diese Monster-Puppe irgendwo bekomme.

2008 war mit 1 Wort…?

Viel.

Vorsätze für 2009?

Da das Jahr sich jetzt schon als ein wahrscheinlich noch volleres abzeichnet: Weniger unter Druck setzen, mehr durchatmen, aber auch mehr anpacken.

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