4. August 2010

Elf Monate

... fast ein Jahr ist vorbei, dann kann man ja auch mal wieder was schreiben. Nicht zuletzt deshalb, weil es zu lang ist, um es bei Twitter unterzubringen, und kurz genug, um mich nicht vom Schreiben abzuschrecken.

Im Moment ist mein Leben sehr schwierig, es läuft viel schief. Liebeskummer, mein Job urplötzlich weg, Geldprobleme mit fürchterlich überzogenem Konto sowieso. Ich weiß nicht, wie es nach meinem Abschluss weitergehen wird: Werde ich das Promotionsstipendium bekommen? Was für eine Zensur werde ich überhaupt für die Abschlussarbeit bekommen? Und die Prüfungen? Der Liebeskummer begleitet mich als ein permanentes Grundgefühl, wie eine Verkörperung all dessen, was mich zusätzlich belastet und traurig macht, wobei die Geldprobleme natürlich am existenziellsten sind.

Also eilte ich heute kurz vor der Schliessung in die Bibliothek, um mir einen Film auszuleihen, der mich etwas aufmuntern und ablenken könnte. Hektisch zog ich DVDs aus den Regalen, auf der Suche nach einem Film mit Untertiteln. Letzten Endes orientierte ich mich an den Abbildungen auf den Hüllen, es musste schnell gehen: Ein französischer Film, vorne eine dunkelhaarige Frau mit ernstem Gesicht abgebildet. Gut, dachte ich, bloss nicht zu lustig. Der zweite Film russisch, eine Entwicklungsgeschichte, offenbar auch eher ernst.

Ich ging zum Ausgang und erst in der U-Bahn sah ich mir die DVDs genauer an, der Titel des französischen Films:

J'ai horreur de l'amour.

Hm. Manchmal sendet mein Unterbewußtsein mir sehr eindeutige Botschaften.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Fragen, Antworten, Schokolade bitte hier abgeben: