3. Januar 2019

Filme, die erste oder wie ich mein uraltes Blog in ein Filmblog ummodele

So.

Kaum zu fassen: Es gibt hier wieder Blogeinträge. Oder jedenfalls die Absicht, Blogeinträge zu verfassen. Das fußt darauf, dass ich schon seit vielen Jahren Mitglied einer sehr beständigen Filmgruppe bin, die sich einmal im Monat trifft, um zusammen Filme anzusehen und zu diskutieren. Reihum stellt jeweils ein Gruppenmitglied den betreffenden Film vor. Weil die Initiatorin ihre Promotion über Setdesign schreibt, dreht es sich bei den Vorträgen vor allem um die Sets, die Bauten, wie es früher hieß. Ich habe mit dieser Freundin studiert (Kunstgeschichte) und meine Magisterarbeit  über das Set Design von "Nosferatu - Symphonie des Grauens" und "Schatten" geschrieben, daher die Begeisterung für Set Design. Mein zweites Hauptfach war Theaterwissenschaften, wo ich viel  Veranstaltungen zur Theatergeschichte und zu Film belegt habe. Insoweit ist es mir wichtig, dass ich Set Design aus zwei Perspektiven betrachten möchte - aus der bildgeschichtlichen und aus der filmgeschichtlichen.

Schon seit Jahren denke ich darüber nach, dass es ja eigentlich blöd ist, die gesammelten Filmeinführungen auf der Festplatte meines Rechners zu horten und sie nicht weiterzuverwenden. Hier werden sie also reanimiert, es wird sich zeigen wie weit ich komme. Material habe ich jedenfalls in rauhen Mengen.
Ich weiß, Filmblogs und verwandte Websites gibt es in großer Zahl. Ich will vor allem meine eigenen Gedanken festhalten und rekapitulieren, was ich im Laufe der Zeit gemacht habe. Vielleicht hilft es ja sogar anderen (das würde mich natürlich freuen!) oder es ergeben sich interessante Debatten (das wäre super!) oder womöglich schreibe ich mit 50 dann doch noch meine Dissertation (haha!).  

Vorgehensweise: Ich verfahre immer nachdemselben Prinzip, zuerst sehe ich mir den Film auf DVD zweimal an. Das erste Mal gucke ich ihn quasi zum Spaß und um mir einen Eindruck zu machen. Selten stoppe ich den Film, um mir Ideen zu notieren, die ich auf gar keinen Fall vergessen will. Das zweite Mal sehe ich den Film, um Screenshots zu machen und mir zu überlegen, was ich besonders interessant finde. Ich achte vor allem auf das Set Design, manchmal schalte ich auch den Ton ab, um mich besser konzentrieren zu können. Ich mache sehr viele Screenshots, um sicherzugehen, dass ich nicht später noch einzelne Szenen oder Einstellungen heraussuchen muss.

Dann mache ich eine Präsentation, die die wichtigsten Daten und Namen zum Film enthält, vor allem aber sammle ich Informationen zur Produktionsgeschichte und zum Design. Zum Teil gibt es Übergänge vom Set Design zur Kameraführung (z.B. bei Hitchcock!) oder zum Kostümdesign (Edith Head!), wo ich Ausflüge in die anderen Bereiche der Produktion unternehme.
Separat mache ich mir Notizen zu dem, was ich erzählen will. Es ist so eine Berufskrankheit von Kunsthistorikern glaube ich, dass man möglichst viele Informationen auf einer Folie unterbringen will (da ist doch noch Platz!). Daher bemühe ich mich, die Informationen knapp zu halten. Ganz wichtig sind die Screenshots und Abbildungen aus dem Umfeld des Films, um meine Thesen zu untermauern. Manchmal finden meine Freunde in den Screenshots natürlich auch gerade den Beweis, mit dem sie meine These widerlegen.

Quellen: 
Da ich mich meistens mit historischen Filmen beschäftige, laufen diese selten zufälligerweise im aktuellen Kinoprogramm. Wenn doch, ist das natürlich toll. Bei "Nosferatu" war das noch relativ einfach, weil der häufiger mal im Kino gezeigt wird. In letzterem Fall laufen die Filme meistens entweder im Zeughauskino oder im Arsenal am Potsdamer Platz.





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